Making Utopia possible

Das 25-jährige Jubiläum des Wuppertal Instituts.

Fünf Tage lang stand Wuppertal ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit: Vom 5. bis 9. September feierte das Wuppertal Institut sein 25-jähriges Jubiläum mit einer Kombination aus internationalen Konferenzen, Festakt und Feierlichkeiten, Buchpräsentationen und Podiumsdiskussionen.

Historische Stadthalle

Global denken, lokal handeln – um diesen Grundgedanken mit Leben zu füllen, schlug das Veranstaltungskonzept eine Brücke von der internationalen wissenschaftlichen Nachhaltigkeits-Community zu den Akteuren vor Ort. Im Klimaquartier am Arrenberg, ein Pionier-Standort für den Aufbruch in die nachhaltige Transformation, tauschten Forscher aus aller Welt sich mit engagierten Bürgern über deren kreative Projekte aus. Was bleibt, sind viele neue Impulse für ganz konkrete Fortschritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Welt – und die Erinnerung an spannende, schöne Momente des Austauschs.


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Strahlende Sonne, über 500 Gäste: Beim Festakt am 8. September in der Wuppertaler Stadthalle trafen große Politik, internationale Wissenschaft, die Protagonisten der Nachhaltigkeitsbewegung und die Wuppertaler Stadtgesellschaft aufeinander. Das große gemeinsame Thema: Wie kann der Übergang in neue, ressourcenschonende Formen des Wirtschaftens und Lebens gelingen? 


Wissenschaft hat eine Transformationsrolle: Das unterstreicht der Forschungspreis für Transformative Wissenschaft, den das Wuppertal Institut demnächst ausschreiben darf. 250.000 Euro stellt die Zempelin-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft dem Institut dafür in den kommenden fünf Jahren zur Verfügung. Die Urkunde über die bewilligten Fördermittel überreichte Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, der Präsident des Verbands, im Rahmen des Festakts an Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Der Präsident des Wuppertal Instituts will mit dem Preis vor allem junge Wissenschaftler ermuntern, „das Abenteuer Transformationsforschung in Angriff zu nehmen“.

Andreas Barner
Andreas Barner lobte bei der Übergabe der Urkunde an Uwe Schneidewind die „exzellente Wissenschaft“ am Wuppertal Institut.

Wie stellen die Wuppertaler sich eine nachhaltige Zukunft für Ihre Stadt vor? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Films, der während des Festakts Premiere hatte: Die drei Wuppertaler Filmemacher Uta Atzpodien, Kim Münster und Achim Konrad haben dafür Bürgerinnen und Bürger nach ihren Utopien befragt. Als dialogisch-künstlerische Feldforschung verbindet sich die Porträtcollage „Mensch:Utopia“ von der Stadt aus mit der Welt, lokal und global, und öffnet einen Raum fu?r die menschlichen Gesichter und Stimmen. Der Film wird in den kommenden Monaten an verschiedenen Veranstaltungsorten Wuppertals zu sehen sein.

Dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Thema für Wissenschaftler, sondern für engagierte Aktive längst gelebte Praxis ist, zeigten ab dem Nachmittag die Touren in den Arrenberg. Im ehemaligen Arbeiterviertel präsentierten über 100 Bürgerinnen und Bürger ihre konkreten Transformationsprojekte. Wissenschaftler und Praktiker, Gäste aus dem Ausland und in der Stadt verwurzelte Wuppertaler kamen in zahlreichen Sprachen miteinander ins Gespräch. Der Nachmittag im Quartier mündete in einen „Open Restaurant Day“, bei dem die Anwohner die insgesamt über 700 Gästen in diversen unterschiedlichen Landesküchen bewirteten. Seit dem 8. September leuchtet zudem über mehrere Monate hinweg abends eine Lichtinstallation des Wuppertaler Videokünstlers Kai Fobbe vom Turm des WSW-Heizkraftwerks – ein Geschenk des Wuppertal Instituts an die Bürger der Stadt.